Der Valentinstag und die Einsamkeit

von unplugged

 

In Groß-Britannien gibt es seit Beginn dieses Jahres einen Ministerposten zur Bekämpfung von Einsamkeit. Dass Einsamkeit ein ernstes und weit verbreitetes Problem ist, ist an solchen Nachrichten leicht abzulesen. Immer mehr Menschen fühlen sich einsam und gerade an solchen Tagen wie dem Valentinstag kann sich das Gefühl einsam zu sein noch verstärken.

 

Einsam sein heißt nicht, krank zu sein!

Wichtig ist zu verstehen, dass Einsamkeit keine Krankheit ist, sondern ein Gefühl. Wenn ich mich einsam fühle, kann dies möglicherweise ein begleitendes Symptom einer Erkrankung, beispielsweise einer Depression, sein. Aber vom Gefühl der Einsamkeit allein, lässt sich nicht darauf schließen, dass auch eine Erkrankung besteht. Außerdem ist Einsamkeit ein sehr individuelles Gefühl. Auch wenn ich auf einer Party mit vielen Menschen zusammen bin, kann es sein, dass ich mich einsam fühle. Sich einsam fühlen, heißt also nicht notwendigerweise auch allein zu sein.

 

Was kann ich tun?

Einsamkeit kann ein Teufelskreis sein. Je mehr ich mich einsam und abgeschieden fühle, desto herausfordernder kann es werden, den Umgang mit anderen Menschen zu gestalten und desto mehr kommt es zu Rückzug und Isolation. Die Einsamkeit kann sich also selbst verstärken. Hilfreich kann hier sein, sich zu fragen: Was fehlt mir im Umgang mit anderen Menschen? Und was wünsche ich mir, wie meine Kontakte und Beziehungen mit anderen aussehen sollen? Wenn man sich über seine Wünsche und Bedürfnisse klar ist, kann man sich fragen: Was kann ich selbst dazu beitragen, meine Kontakte mit anderen positiv und erfüllend zu gestalten? Wenn sehr viel Unsicherheit und Ängste oder Gefühle von starker Trauer und Verzweiflung mit dem Gefühl von Einsamkeit einhergehen, kann auch eine Psychotherapie hilfreich und wirksam sein. Im unplugged bieten wir das Programm „Anders und doch ähnlich“ an. Hier kann sich jeder melden, der zwischen 16 und 27 Jahren alt ist und andere Menschen kennenlernen möchte, um Freundschaften (nicht Beziehungen) zu knüpfen. Bei Interesse oder weiteren Fragen, einfach im unplugged melden.

 

Tipps und Tricks

Die Einsamkeit, die sich am Valentinstag einstellen kann, bezieht sich häufig darauf, eine Liebesbeziehung zu vermissen. Damit ist nun eine ganz spezielle Einsamkeit gemeint und da die Suche nach einem Partner oder einer Partnerin nun mal nicht so einfach ist, heißt es am 14. Februar stark sein und Alternativen planen:

  • Feiern Sie sich selbst! Sich selbst Blumen kaufen, ein leckeres Essen gönnen oder ein Schönheitsritual – Dies sind Aktivitäten, die eine wertschätzende Beziehung zu sich selbst fördern und das wiederum ist enorm bereichernd für das eigene Leben und kann auch die Basis für eine positive und optimistische Ausstrahlung nach außen sein.
  • Nehmen Sie sich einen Tag Selbstmitleid à la Bridget Jones. Einen Tag lang ausgiebig traurig sein und das Single-Leben verfluchen und dafür am nächsten Tag die Tränen trocknen und mit Kraft und Optimismus wieder in den Alltag starten. Klingt erstmal komisch, aber: Traurig sein ist eine Bewältigungsstrategie, die dabei helfen kann, schwierige Situationen oder Gefühle zu verarbeiten und abzuschließen. Deshalb kann es manchmal guttun, sich für eine begrenzte (!) Zeit die Auszeit und Ruhe für das Ausleben von Traurigkeit und Einsamkeit zu nehmen bevor man wieder mit Hoffnung in die Zukunft blickt.
  • Nehmen Sie es mit Humor! Manchmal hilft einfach nur Galgenhumor. Im Internet und in den sozialen Netzwerken gibt es beispielsweise unter den Stichworten #Anti-Love oder #valentinesdayhumor viel zu lachen und es bleibt vor allem das Gefühl, dass es anderen ähnlich geht. Und schon fühlt man sich etwas weniger einsam.

Weitere Informationen zu Einsamkeit und zum Umgang mit diesem Gefühl sind in diesem sehr schön anzuschauendem Clip von @KurzgesagtDE zu finden.

Bildquelle: https://www.visualstatements.net/visuals/visualstatements/in-2-monaten-ist-valentinstag-wisst-ihr-schon-welchen-schlafanzug-ihr-anziehen-werdet/

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