Schulprojekt – lernen, wie man sich schützt

Die Dinge, die wertvoll für uns sind, schützen wir besonders. Unsere psychische Gesundheit ist ein Schatz, den wir in uns tragen, und eine wertvolle Ressource in Krisenzeiten.

Um herauszufinden, wie man psychisch gesund bleiben und in stürmischen Zeiten gut für sich sorgen kann, gibt es unser Schulprojekt. Der „Verrückt? Na und!“-Schultag bringt das Thema psychische Gesundheit in die Schule. Er zeigt einfache und wirksame Wege, wie Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte gemeinsam Krisen meistern und seelische Gesundheit stärken können, damit alle gut die Schule schaffen.

Mit Höhen und Tiefen souverän umgehen

Gerade im Jugend- und jungen Erwachsenenalter passiert sehr viel: Freundschaften werden geschlossen und vielleicht auch wieder abgebrochen, die Zukunftsplanung und damit die Ablösung von Bekanntem und dem Elternhaus beginnt, die individuelle Identität bildet sich aus.

Logisch, dass gerade in dieser Zeit Höhen und Tiefen das Leben prägen. Um ein Gespür dafür zu bekommen, wann ein Tief „ganz normal“ ist und ab wann es ratsam sein könnte, sich Unterstützung zu holen, ist es wichtig, sich mit dem Thema psychische Gesundheit auseinanderzusetzen und Tabus und Vorurteile abzubauen.

unplugged macht Schule

Gemeinsam mit Klassen verschiedenster Schulen und Stufen gestalten wir einen Vormittag und schaffen Raum, um über psychische Gesundheit und psychische Erkrankungen ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen, sich interaktiv zu erproben und gestärkt für schwierige Zeiten in den Alltag zu gehen.

Besonders Themen wie die Entstehung psychischer Probleme, der Umgang mit erkrankten oder belasteten Menschen, Anlaufstellen und Hilfsangebote stehen neben der Aktivierung der eigenen, oft unentdeckten Ressourcen im Mittelpunkt des Schulprojekts.

Dabei gehören Gruppenarbeiten, praktische Übungen und Perspektivwechsel genauso zum Programm wie der Dialog mit den Schülerinnen und Schülern, um an deren Lebenswelt und Gedanken anzuknüpfen und das Bewusstsein für die eigene, aber auch die psychische Gesundheit anderer zu stärken und einen Umgang damit zu erarbeiten.Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Austausch mit jungen Erwachsenen, die psychische Krisen gemeistert haben und von ihren ganz persönlichen Erfahrungen berichten.

Individuelle Gestaltung für jede Klasse

Wir erarbeiten individuelle Konzepte, die sich nach Inhalt und Dauer an den Interessen der Schülerinnen und Schüler orientieren und sie dort abholen, wo sie stehen.

Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen: Das Thema ist wichtig für junge Leute und sie profitieren sehr davon, sich damit beschäftigt zu haben. Auch anfängliche Skepsis und ein „was habe ich denn damit am Hut“ können während so eines Vormittags aus dem Weg geräumt werden.

Bundesweit vernetzt

Wir sind Mitglied im Netzwerk des Schulprojekts „Verrückt? Na und!“ von „Irrsinnig menschlich e.V.“ und somit im bundesweiten Austausch mit anderen Anbietern von Schulprojekten.

„Verrückt? Na und!“ ist ein Programm von Irrsinnig Menschlich e. V. in Zusammenarbeit mit der BARMER und der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG) des nationalen Kooperationsverbundes "gesundheitsziele.de".

Die BARMER ist bundesweiter Präventionspartner für „Verrückt? Na und!“. 

Das Programm ist ein Modellprojekt für die vorbildliche Umsetzung der Gesundheitsziele „Gesund aufwachsen“ und „Depressionen verhindern“.

Die konkrete Umsetzung erfolgt durch regionale Kooperationspartner (Träger der psychosozialen Versorgung, die eng mit kommunalen Hilfsangeboten vernetzt sind).

Neben der bundesweiten finanziellen Förderung durch die BARMER  wird das Programm auch  auf regionaler Ebene von den Deutschen Rentenversicherungen Baden-Württemberg, Mitteldeutschland, Rheinland, Rheinland-Pfalz, Nord, Bayern Süd sowie den Unfallkassen Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen mit unterstützt.

Schirmherrin für das Projekt in Rheinland-Pfalz ist Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie.

 

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